Myxomatose beim Kaninchen - die Kaninchenpest

A smiling girl with long hair sits on wooden steps, holding two dark rabbits on her lap.

Myxomatose ist eine gefährliche Viruserkrankung bei Kaninchen, die auch reine Wohnungskaninchen treffen kann. Hier erfahren Sie, wie die Krankheit übertragen wird, wie sie verläuft und warum die jährliche Impfung so wichtig ist.

Immer wieder sehen wir Myxomatosefälle in unserer Ordination.

Was ist Myxomatose?
Diese durch das Myxomatosevirus verursachte Krankheit ist nur für Kaninchen gefährlich, nicht aber für Feldhasen oder andere Nagetiere (z. B. Meerschweinchen).

Übertragung: Auch Wohnungskaninchen sind gefährdet
Myxomatose wird vor allem durch Flöhe und Stechmücken übertragen, somit kommt es auch bei reinen Wohnungskaninchen zu Erkrankungen. Eine direkte Übertragung von Kaninchen zu Kaninchen ist möglich, aber seltener.

Krankheitsverlauf bei geimpften und ungeimpften Kaninchen
Ist das Kaninchen ungeimpft, verläuft die Krankheit nach 10–14 Tagen trotz Behandlung fast immer tödlich. Geimpfte Tiere zeigen oft einen milderen Krankheitsverlauf, manchmal sogar nur knotige Schwellungen an den Lidern und Ohren. Viele dieser Patienten können dann dank der durch die Impfung aufgebauten Immunität mit entsprechender Behandlung überleben.

Impfung gegen Myxomatose
Auch wenn Myxomatose bei uns viel seltener gesehen wird als in anderen Ländern, empfehlen wir die jährliche Schutzimpfung, da es immer wieder zu akuten Seuchenausbrüchen (vor allem im September/Oktober) kommt.

Letzte Aktualisierung: 16. Oktober 2026