Serologie

Untersuchungsmethode zum Nachweis von Antikörpern im Blut.

Diese Leistung bieten wir an 10 Standorten an

Informationen zur Leistung

Bei einer serologischen Untersuchung wird das Serum einer Blutprobe (das Serum ist der Teil des Blutes ohne rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen) auf Antikörper untersucht und deren Anteil gemessen. Der Antikörpertitergibt dann die Konzentration dieser Antikörper an.

Was sind Antikörper?

Antikörper sind Proteine, die das Immunsystem (genauer gesagt die Lymphozyten) bildet, nachdem es Kontakt mit einem Antigen hatte.

Was sind Antigene?

Antigene sind körperfremde Substanzen, die eine Immunantwort, also die Bildung von Antikörpern auslösen. Das können Infektionserreger sein, Substanzen die Allergien verursachen, aber im Falle von Autoimmunerkrankungen auch körpereigenes Material. Die Antikörper binden sich dann an diese Erreger oder Substanzen und eliminieren oder neutralisieren sie. Sie dienen also zum Schutz des Körpers vor Infektionen.

Das gleiche passiert nach einer Impfung und die Serologie kann auch dazu eingesetzt werden die Wirksamkeit von Impfungen oder die Notwendigkeit von Auffrischungsimpfungen zu überprüfen (siehe Impfungen und Titerbestimmungen). Dazu gehört auch die Bestimmung des Tollwutantikörpertiters für Reisen in bestimmte Länder bzw. für die Wiedereinreise aus Nicht-EU-Ländern nach Österreich.

Was bedeuten Antikörper im Blut?

Werden Antikörper im Blut gefunden, bedeutet das, dass das Tier entweder jetzt gerade diesem Erreger ausgesetzt ist oder zu einem früheren Zeitpunkt war und das kann bei der Diagnose von Erkrankungen helfen. Falls es wichtig ist zu unterscheiden, ob aktuell eine Infektion vorliegt oder auch um die Wirksamkeit einer Behandlung zu überprüfen, kann man den Test einige Wochen später wiederholen. Wenn dann der Antikörpertiter in der Probe höher ist als beim ersten Test, liegt eine akute Infektion vor – es kann nämlich nach einer Infektion etwas dauern, bis Antikörper gebildet wurden und nachweisbar sind.

Serologische Untersuchungen sind für unzählige Infektionserkrankungen möglich, unter anderem Staupe, Parvovirose, Toxoplasmose, Ehrlichiose, Leishmaniose und Giardiose, oder auch FeLV, FIP, FIV.

Welche Tests verfügbar und in Ihrem individuellen Fall sinnvoll sind, können Sie mit Ihrem Tierärzt*innenteam besprechen.

Verfasser:
Monika Herold-Wagner