Kotuntersuchung

Untersuchung einer Kotprobe auf Darmparasiten und andere Infektionserreger.

Diese Leistung bieten wir an 10 Standorten an

Informationen zur Leistung

Eine Kotuntersuchung wird durchgeführt, um Darmparasiten und andere Krankheitserreger im Kot nachzuweisen und eventuell vorhandene Infektionen zu behandeln. Sie kann bei einem begründeten Verdacht auf einen Parasitenbefall oder eine Infektion mit krankheitserregenden Bakterien oder Viren im Darm durchgeführt werden – z.B. bei chronischem Durchfall, Gewichtsverlust oder auch wenn das Tier schon länger nicht mehr entwurmt wurde. Sie kann aber auch im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden oder als Alternative zu einer Pauschalentwurmung (siehe Entwurmung).

So funktionierts:

Die Kotprobe muss nicht groß sein, meistens reicht eine teelöffelgroße Menge. In manchen Fällen ist es sinnvoll Kotproben über 2-3 Tage zu sammeln und dann erst diese Sammelkotprobe zu untersuchen, um so ein genaueres Ergebnis zu bekommen – manche Parasiten oder Parasiteneier werden nämlich nur mit Unterbrechungen im Kot ausgeschieden. Für eine parasitologische Untersuchung wird die Probe dann speziell aufbereitet und mikroskopisch untersucht. Dabei können einzellige Darmparasiten wie Kokzidien und Giardien oder Wurmeier gefunden werden (Details zu Darmparasiten siehe Entwurmung).

Bei chronischem Durchfall, Gewichtsverlust oder wenn eine parasitologische Kotuntersuchung kein Ergebnis gebracht hat, kann auch eine bakteriologische oder eine PCR-Untersuchung sinnvoll sein. Dabei wird der Kot auf das Vorhandensein von Bakterien bzw. das DNA-Material verschiedener Krankheitserreger untersucht (Details siehe Bakteriologische Untersuchung und PCR). Dazu gehören unter anderem Bakterien wie Salmonellen, Campylobacter und Clostridien, Viren wie Parvovirus oder Coronavirus oder mikroskopisch aufgrund ihrer winzigen Größe oft schwer nachzuweisende Parasiten wie Toxoplasma, Giardia oder Tritrichomonas.

Eine parasitologische Kotuntersuchung oder ein Schnelltest auf Parvovirose kann meistens gleich vor Ort in der Klinik durchgeführt werden, während die Probe für eine bakteriologische oder eine PCR-Untersuchung ins Labor geschickt werden muss.

Verfasser:
Monika Herold-Wagner