Histopathologische Untersuchung

Mikroskopische Untersuchung von Gewebeschnittpräparaten durch Veterinär-Patholog*innen.

Diese Leistung bieten wir an 10 Standorten an

Informationen zur Leistung

Unter Histopathologie versteht man die mikroskopische Untersuchung von krankhaft veränderten Geweben. Das können zum Beispiel Hauttumore, andere anhaltende Hautveränderungen, aber auch Veränderungen innerer Organe sein.

Wenn eine zytologische Untersuchung nicht ausreicht, kann eine histopathologische Untersuchung des Gewebes nötig sein und ist manchmal die einzige Möglichkeit eine Erkrankung zu diagnostizieren. Im Gegensatz zur Zytologie wird nicht eine Feinnadelbiopsie (also eine mit einer Nadel genommene Probe) untersucht, sondern ein repräsentatives Stück des veränderten Gewebes, bzw. der ganze Tumor oder das ganze Organ.

So funktionierts:

Es wird entweder eine Biopsie entnommen (dabei wird in Narkose chirurgisch ein Stück des Tumors oder des veränderten Organes entnommen) oder auch der ganze Tumor oder das ganze Organ entfernt, dann zur Konservierung in Formalin eingelegt und ins Labor geschickt. Dort wird das Gewebestück in hauchdünne Scheiben geschnitten, mit Spezialfärbungen eingefärbt, damit die einzelnen Zellen besser beurteilt werden können, und dann von den Patholog*innen mikroskopisch untersucht. Dabei werden sowohl die gesamte Struktur des Gewebes als auch die einzelnen Zellen beurteilt.

Die festgestellten Veränderungen von Größe, Form und Inhalt der Zellen liefern viele Informationen und ermöglichen dann eine genaue Diagnose. Basierend auf diesen Ergebnissen kann unser tierärztliches Team dann eine spezifische Behandlung planen und beginnen.

Bei manchen Krebsarten (wie z.B. Mastzelltumor, Lymphom oder Prostatakarzinom) gibt es noch weiterführende Spezialuntersuchungen, die an der Gewebeprobe durchgeführt werden können. Dazu gehören z.B. immunhistologische Untersuchungen, bei denen der Gewebetyp bzw. die Ursprungszellen von Tumoren identifiziert werden und so prognostische Aussagen zu Tumoren ermöglicht werden – also wie sich der Krebs voraussichtlich weiterentwickeln wird.

Die Patholog*innen können aufgrund ihrer spezialisierten Erfahrung auch beurteilen, ob im Falle eines bösartigen (malignen) Tumors bei einer Operation das gesamte veränderte Gewebe entfernt wurde.

Verfasser:
Monika Herold-Wagner