Bakteriologische Untersuchung

Nachweis von pathogenen (krankheitsverursachenden) Bakterien, z.B. in Abstrichen oder Harn.

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Informationen zur Leistung

Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion kann der Nachweis dieser Bakterien und meist auch ein Antibiogramm, also eine Antibiotika-Resistenzbestimmung, nötig sein.

Am häufigsten wird das in der Veterinärmedizin bei tiefen Wunden, chronischen und nässenden Hautentzündungen oder bei Verdacht auf Harnwegsinfektionen durchgeführt. Generell kann aber so gut wie jede Körperflüssigkeit oder jedes Gewebe bakteriologisch untersucht werden.

Der Einsatz von Antibiotika wird inzwischen streng geregelt – früher war es üblich auch bei nur minimalen Krankheitssymptomen Antibiotika zu verschreiben, und das oft ohne Notwendigkeit, bzw. ohne vorherigen Nachweis der Bakterien. Einerseits können Antibiotika wie jedes Medikament Nebenwirkungen verursachen und sollten deshalb nur wenn es wirklich nötig ist, eingesetzt werden. Außerdem hat ihr großzügiger Einsatz dazu geführt, dass inzwischen manche Bakterienarten gegen bestimmte Antibiotika resistent geworden und diese nun wirkungslos sind. Diese sogenannten „multiresistenten“ Keime sind gegen so gut wie alle Antibiotika unempfindlich und das kann vor allem bei immungeschwächten Tieren und Personen zu schwerwiegenden Problemen führen oder sogar lebensbedrohlich sein.

So funktionierts:

Eine erste Untersuchung, ob Bakterien vorhanden sind, kann oft schon in der Praxis durchgeführt werden – dazu wird ein Abstrich bzw. das Sekret (z.B. Ohrtupfer, Harnsediment oder Wundsekret) mikroskopisch untersucht (siehe Zytologische Untersuchung). Für eine genauere bakteriologische Untersuchung, um welche Bakterienart es sich handelt, muss die Probe allerdings ins Labor geschickt werden.

Im Labor wird das Probenmaterial auf ein spezielles Nährmedium aufgetragen und dann daraufhin kontrolliert, ob und welche Bakterienart darauf wächst. Gleichzeitig kann auch getestet werden welches Antibiotikum gegen den vorhandenen Bakterienstamm am wirksamsten ist oder welches unwirksam, also resistent ist. Dieser Vorgang wird als Antibiogrammbezeichnet.

Falls nötig kann ergänzend auch eine mykologische Untersuchung (also eine Untersuchung auf Pilze oder Hefen) angefordert werden.

Verfasser:
Monika Herold-Wagner